Weihnachten: Jeder siebte Deutsche finanziert Festtage per Dispokredit

Aktualisiert: 19. Dezember 2021 von Günther Ehrich

  • 41 Prozent der Verbraucher*innen planen in der Weihnachtszeit mit Ausgaben über 250 Euro
  • YouGov-Umfrage: Für 55 Prozent der Befragten kein Corona-Einfluss auf die Weihnachts-Ausgaben
  • Rund ein Fünftel der Verbraucher*innen braucht länger als sechs Monate für Dispo-Rückzahlung
Jede*r siebte Deutsche überzieht für die Festtage das Girokonto, um Geschenke, Veranstaltungen und Restaurantbesuche zu finanzieren.1 Das zeigt eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von CHECK24.2

Die Ausgaben belaufen sich bei 36 Prozent der Befragten auf bis zu 250 Euro. 41 Prozent planen mit deutlich höheren Kosten für Weihnachten und Silvester. Etwa ein Viertel der Verbraucher*innen weiß noch nicht, wie viel Geld sie ausgeben möchten.

„Der Dispokredit zählt zu den teuersten Finanzierungsmöglichkeiten überhaupt“, sagt Dr. Moritz Felde, Geschäftsführer Kredite bei CHECK24. „Hohe Beträge im Minus tun aufgrund der häufig zweistelligen Zinsen besonders weh. Disponutzer*innen sollten das Girokonto deshalb schnellstmöglich ausgleichen.“

Rund ein Fünftel der Verbraucher*innen braucht länger als sechs Monate für Dispo-Rückzahlung

Die Mehrheit der Verbraucher*innen, die während der Weihnachtszeit auf einen Dispokredit zurückgreift, rechnet damit, diesen innerhalb eines halben Jahres auszugleichen. Rund ein Fünftel geht davon aus, längere Zeit zu benötigen – bei elf Prozent ist der Ausgleich erst nach mehr als zwölf Monaten absehbar. In diesem Zeitraum zahlen sie hohe Dispozinsen. Im Schnitt verlangen Banken für den Dispositionskredit effektiv 9,51 Prozent Zinsen jährlich.2

Eine günstigere Möglichkeit ist, das Minus auf dem Girokonto mit einem Ratenkredit auszugleichen. Hierbei fallen 56 Prozent niedrigere Zinskosten an als bei einem durchschnittlichen Dispokredit. Verbraucher*innen, die im vergangenen Jahr ihr Girokonto mit einem Ratenkredit über CHECK24 ausgeglichen haben, zahlten dafür einen durchschnittlichen Zinssatz von nur 4,16 Prozent eff. p. a.3, 4 Bankkund*innen, die einen Dispo in Höhe von 3.000 Euro über 36 Monate mit einem Ratenkredit ablösen, sparen damit im Schnitt 248 Euro gegenüber einem Dispokredit.

„Wer dauerhaft im Dispo ist, sollte diesen mit einem Ratenkredit ablösen“, sagt Dr. Moritz Felde. „Neben geringeren Kosten kommt wieder Ordnung in die eigenen Finanzen und man riskiert keine Dauerverschuldung.“

Für 55 Prozent der Befragten hat Corona keinen Einfluss auf die Weihnachts-Ausgaben 

Die aktuelle Corona-Situation spielt für 55 Prozent der Befragten eine untergeordnete Rolle in Bezug auf ihre Finanzen. Sie planen keine Veränderung der Weihnachts-Ausgaben. Vier Prozent werden mehr Geld für die Festtage ausgeben, 30 Prozent planen mit weniger Ausgaben aufgrund der Coronapandemie.

„Wir spüren im gesamten Jahresverlauf im Bereich der Konsumentenkredite eine steigende Nachfrage“, sagt Dr. Moritz Felde. „Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben die Konsummöglichkeiten zugenommen. Urlaubsreisen, Restaurantbesuche und Einkaufsmöglichkeiten sind verfügbar und Verbraucher*innen nutzen das.“

114 Prozent der Befragten
2Quelle: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag von CHECK24, an der 2.079 Personen zwischen dem 19.11. und 22.11.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
3Quelle: https://www.test.de/Girokonten-Dispozinsen-4586765-0/ [abgerufen am 23.11.2021]
4Basis: alle von 9/2020 bis 8/2021 über CHECK24 abgeschlossenen Ratenkredite mit Verwendungszweck „Ausgleich Dispo“ oder zur freien Verwendung
Quelle: Check24.de