Wohnfläche, Solaranlagen, Gebäudealter: So wohnt Deutschland

Aktualisiert: 14. September 2021 von Günther Ehrich


  • Durchschnittliche Wohnfläche steigt seit 1950, leichter Rückgang in Großstädten
  • Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen bei Photovoltaikanlagen vorne
  • Die jüngsten Gebäude stehen in Bayern und Hamburg, die ältesten in Bremen

Bezahlbarer Wohnraum ist umkämpft – das gilt besonders in Großstädten und Ballungsgebieten. Dazu passt, dass die Anzahl an neu gebauten Ein- und Zweifamilienhäusern seit 2005 sinkt, während verstärkt Mehrfamilienhäuser errichtet werden. So wird der verfügbare Platz möglichst effizient genutzt. In kleineren Orten ist der Anteil an Einfamilienhäusern noch deutlich größer als in den größten Städten.1

Durchschnittliche Wohnfläche steigt seit 1950, leichter Rückgang in Großstädten

Insgesamt ist die durchschnittliche Wohnfläche in Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern seit 1950 um 23 m² auf 152 m² gestiegen. Das geht aus den Abschlüssen von Wohngebäude­versicherungen bei CHECK24 hervor. Anders sieht es seit 2010 in den deutschen Metropolen aus. Schon in kleineren Städten wurde die Wohnfläche im Schnitt nur um 2,3 m² größer, in den 15 größten Städten ist sie sogar leicht zurück­gegangen von 146,2 auf 145,7 m².

„In den deutschen Großstädten stagniert die Wohnfläche“, sagt André Boudon, Geschäftsführer Wohngebäudeversicherungen bei CHECK24. „Das ist vermutlich auf die verstärkte Landflucht zurückzuführen. Denn der Zuzug in die Großstädte und der damit verbundene Platzmangel führt zu hohen Quadratmeterpreisen.“

Bayern und Baden-Württemberg bei Solaranlagen vorne

Für Immobilienbesitzer*innen wird das Thema Nach­haltigkeit immer wichtiger. 8,3 Prozent aller Wohn­gebäude, die über CHECK24 versichert wurden, verfügen über eine Photovoltaikanlage. Unter den Neubauten sind es bereits 15,9 Prozent. Die meisten Solaranlagen gibt es in Süddeutschland, Bayern und Baden-Württemberg liegen bei neu gebauten Immobilien mit jeweils über 20 Prozent vorne. Thüringen landet mit 18,4 Prozent auf Platz drei.

„Photovoltaikanlagen produzieren durch Sonnenstrahlung nachhaltigen Strom, besonders gefragt sind sie daher in sonnenreichen Bundesländern im Süden“, sagt André Boudon. „Der Anteil an Solaranlagen wird künftig sicher weiter steigen. In Baden-Württemberg beispielsweise sind sie ab 2022 für alle neuen Häuser verpflichtend, andere Bundesländer ziehen nach.“

Die jüngsten Gebäude stehen in Bayern und Hamburg

In Bayern und Hamburg stehen die jüngsten Immobilien mit durchschnittlichen Baujahren von 1996 bzw. 1992. An dritter Stelle folgt Brandenburg (Ø 1991). Deutlich älter sind Gebäude in Bremen – sie wurden dort im Schnitt 1974 gebaut. Damit sind sie 13 Jahre älter als der Bundesdurchschnitt (1987).

Der passende Versicherungsschutz während der Bauphase

Wer eine Immobilie baut, sollte an den Versicherungsschutz denken. Während der Bauphase kann es zu unvorhergesehenen Problemen kommen, die eine Fertigstellung verzögern und die Baukosten in die Höhe treiben. Um sich gegen Schäden im Rahmen der Bauphase abzusichern, können drei Neubauversicherungen sinnvoll sein.

Neben der Bauherrenhaftpflicht ist das die Bauleistungsversicherung, die Schäden an Bauleistung, -stoffen und -teilen abdeckt, verursacht z. B. durch Unwetter oder Materialfehler. Die Feuerrohbauversicherung sichert unter anderem gegen Brände und Blitzschlag ab. Nach Fertigstellung der Immobilie wird diese Police in eine Wohngebäudeversicherung umgewandelt.

Quelle: Check24.de

Günther Ehrich

Hier schreibt: