Weltstudententag: So versichern sich Studierende richtig

Aktualisiert: 17. November 2021 von Günther Ehrich

  • Häufigste Schadensmeldungen in der Haftpflichtversicherung: Handy, Auto und Mietwohnung
  • Berufsunfähigkeits-, Hausrat- und Fahrradversicherung können sinnvoll sein
  • Zum passenden Versicherungsschutz beraten die CHECK24-Versicherungsexpert*innen
Zum heutigen Weltstudententag hat CHECK24 die häufigsten Schadens­meldungen von Studierenden in der Privathaftpflichtversicherung (PHV) betrachtet. Mit großem Abstand auf Platz eins der Schadensfälle: Handys. 24 Prozent der Meldungen von unter 25-Jährigen bezogen sich auf das Handy Dritter. Mit zehn Prozent folgen Autos, die z. B. im Vorbeilaufen oder mit dem Fahrrad beschädigt wurden. Auch Schäden in der Mietwohnung werden häufig gemeldet, z. B. an Türen, Böden, Waschbecken oder Fenstern.

Unverzichtbar auch für Studierende: die PHV – Tarife ab 19 Euro im Jahr

Solche Schäden sind schnell passiert – deshalb sollten Studierende unbedingt auf die eigene Absicherung achten. Unverzichtbar ist hierfür die Privathaftpflichtversicherung (PHV), die Personen-, Sach- und Vermögensschäden gegenüber Dritten in Millionenhöhe übernimmt. Grundsätzlich können volljährige Kinder zwar bei den Eltern mitversichert werden, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen – z. B. für ein Erststudium direkt nach der Schule oder im Anschluss an einen Bundesfreiwilligendienst, ein soziales oder ökologisches Jahr.

Wer beispielsweise ein Zweitstudium absolviert, promoviert oder berufsbegleitend studiert, ist in der Regel nicht durch eine Familienhaftpflicht geschützt. Viele Versicherer bieten für Studierende vergünstigte Tarife an. Eine PHV mit guten Leistungen gibt es bereits ab 19 Euro im Jahr. Auslandsaufenthalte sind üblicherweise ebenfalls für eine bestimmte Dauer mitversichert.

Auch, wenn es nicht zu einem Schaden kommt, kann die PHV hilfreich sein. „Eine gute PHV-Versicherung kann auch für die Wohnungssuche erforderlich sein“, sagt Lorenz Becker, Managing Director Privathaftpflichtversicherung bei CHECK24. „Manche Vermieter*innen möchten sehen, dass es einen entsprechenden Vertrag gibt, da sie auf diese Weise abgesichert sind, wenn es an ihrem Wohneigentum zum Schaden kommt.“

Berufsunfähigkeitsversicherung: Früh einsteigen lohnt sich

Auch wenn Studierende üblicherweise noch nicht im Berufsleben stehen, ist es in der Regel sinnvoll, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Aufgrund des jungen Alters sind die Beiträge noch gering und man zahlt trotz einem längeren Versicherungsschutz über die gesamte Laufzeit weniger als bei einem Abschluss nach Berufsstart.

Auch haben Jüngere in der Regel weniger gesundheitliche Probleme und bekommen deshalb günstigere Konditionen ohne Risikozuschläge. Mit dem CHECK24 Vergleich finden sie den individuell passenden Versicherer.

Hausrat- und Fahrradversicherung schützen das Eigentum ab 26 Euro jährlich

Ziehen Studierende aus dem Elternhaus aus, sind sie bei der Hausratversicherung der Eltern maximal drei Monate mitversichert. Dann benötigen sie im Regelfall eine eigene Police, im Schadensfall kann es sonst teuer werden. In den Basistarifen sind Einbruch und Diebstahl, Feuer-, Hagel- und Sturmschäden sowie Leitungswasserschäden abgedeckt. Verbraucher*innen sollten einen Tarif wählen, der grobe Fahrlässigkeit einschließt.

Lebt die versicherte Person in einer Wohngemeinschaft als Untermieter, gilt der Versicherungsschutz nur für ihre eigene Einrichtung. Wenn alle WG-Mitglieder gleichberechtigt im Mietvertrag aufgeführt sind, lohnt es sich, gemeinsam eine Hausratversicherung abzuschließen, um auch den gemeinschaftlichen Hausrat wie z. B. die Kücheneinrichtung zu versichern.

Viele Studierende sind mit dem Fahrrad unterwegs, daher lohnt sich meist der Fahrradbaustein in der Hausratversicherung. Dieser kommt auch dann für den Schaden auf, wenn das Rad außerhalb der Wohnung gestohlen wird, z. B. an der Universität. Eine Hausratversicherung mit dem Baustein Fahrraddiebstahl und einem Schutz gegen grobe Fahrlässigkeit gibt es ab 26 Euro pro Jahr. Bei neuen oder teureren Rädern kann sich eine Fahrradvollkaskoversicherung lohnen, die neben Diebstahl auch Reparaturen absichert. Entsprechende Policen gibt es bereits ab 37 Euro jährlich.

Quelle: Check24.de