Heizkosten steigen 2021 deutlich – bei gleichem Heizbedarf

Aktualisiert: 3. November 2021 von Günther Ehrich

Verbraucher*innen mussten zwischen September und Oktober 2021 etwa 0,7 Prozent weniger Energie fürs Heizen aufwenden als im Vorjahreszeitraum – aber trotzdem mehr bezahlen. CHECK24 hat betrachtet, was das für Haushalte mit Gas- und Ölheizung finanziell bedeutet.
Das sind die Ergebnisse:
Heizbedarf:
– In der aktuellen Heizperiode mussten Verbraucher*innen etwas weniger heizen als im Vorjahreszeitraum – der Heizbedarf war 0,7 Prozent niedriger als September und Oktober 2020.
– Ein Musterhaushalt, der sein Reihenhaus mit Gas heizt, zahlt in der aktuellen Heizperiode bisher 158 Euro. In der Vorjahresperiode wurden 136 Euro fällig. Obwohl sich der Heizbedarf also kaum geändert hat, liegen die Gaskosten dennoch 17 Prozent über dem Vorjahr. Grund dafür: Während Gas Ende 2020 noch vergleichsweise günstig war, steigt der Preis seit Monaten und hat in der Grundversorgung inzwischen ein Rekordhoch erreicht.
 „Verbraucher*innen müssen diesen Winter mit einer Welle an Gaspreiserhöhungen rechnen“, sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. „Daran sind nicht zuletzt die stark gestiegenen Großhandelspreise und die höhere CO2-Abgabe schuld. Die Versorger geben die gestiegenen Kosten an die Kund*innen weiter.“
– Das sieht man auch daran, dass bereits 98 Gasgrundversorger ihre Preise erhöht oder Erhöhungen angekündigt haben (Link zur Liste).
Heizölkosten:
– Der Heizölpreis ist 2020 teilweise deutlich gesunken, hat sich seitdem aber mehr als verdoppelt. Trotz gleichbleibenden Heizbedarfs zahlten Verbraucher*innen mit Ölheizung im September und Oktober 2021 deshalb 199 Euro und damit 118 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2020 (91 Euro).
– „Wer noch Heizöl für den anstehenden Winter benötigt, sollte den Tank jetzt auffüllen“, sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. „Die Preise für Heizöl steigen weiter und eine Umkehr des Trends ist derzeit nicht absehbar.“
Quelle: Check24.de