Gasanbieterwechsel spart in Thüringen 601 Euro im Jahr

Aktualisiert: 14. Mai 2021 von Günther Ehrich


  • Sparpotenzial in Hamburg mit 384 Euro jährlich am niedrigsten
  • Gastarife von Alternativanbietern aktuell 30 Prozent günstiger als Grundversorgung
  • Familie zahlt zwischen 2021 und 2026 insgesamt 1.214 Euro CO2-Abgabe für Gas
Familien aus Thüringen sparen durch einen Gasanbieterwechsel am meisten. Wechselt dort ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas aus der Grundversorgung zu einem der zehn günstigsten Alternativanbieter, zahlt er innerhalb eines Jahres im Schnitt 601 Euro weniger. Auch in Berlin (Ø 570 Euro) und dem Saarland (Ø 554 Euro) ist das Sparpotenzial vergleichsweise hoch.
Gasanbieterwechsel spart in Thüringen 601 Euro im Jahr

Am niedrigsten ist das Sparpotenzial in Hamburg, aber auch dort sind durchschnittlich 384 Euro im Jahr drin.

Gastarife von Alternativanbietern aktuell 30 Prozent günstiger als Grundversorgung

Der Gaspreis in der Grundversorgung klettert von einem Höchstwert zum nächsten. Aktuell kosten 20.000 kWh im Bundesschnitt 1.514 Euro. Bei den günstigen alternativen Gasanbietern werden für die gleiche Menge durchschnittlich 1.054 Euro fällig – 30 Prozent weniger.1

„Verbraucher*innen zahlen derzeit nicht zuletzt wegen der CO2-Abgabe Rekordpreise für Gas“, sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. „Daher sollten sie selbst aktiv werden – ein Anbieterwechsel aus der teuren Grundversorgung kann die Gaskosten etwa um ein Drittel senken.“

Familie zahlt zwischen 2021 und 2026 insgesamt 1.214 Euro CO2-Abgabe für Gas

Seit Januar 2021 werden für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO2) 25 Euro fällig. Ein Musterhaushalt mit 20.000 kWh Energieverbrauch zahlt für Gas durch die CO2-Abgabe 119 Euro pro Jahr mehr. Bis 2025 steigt die CO2-Abgabe schrittweise auf 55 Euro je Tonne, der Gaspreis wird also langfristig weiter steigen. Alles in allem zahlt eine Familie für Gas in den Jahren 2021 bis 2026 insgesamt 1.214 Euro allein für die CO2-Abgabe.

Aus unterschiedlichen Richtungen gibt es jedoch Überlegungen, die für die kommenden Jahre festgelegte Höhe der CO2-Abgabe anzupassen. Z. B. zeigt ein Szenario des Thinktanks Agora Energiewende, dass eine Erhöhung der CO2-Abgabe im Jahr 2022 auf 45 Euro statt wie geplant 30 Euro eine deutliche Senkung der EEG-Umlage auf 2,5 Cent ermöglicht.2

„Eine Erhöhung der CO2-Abgabe auf 45 Euro pro Tonne und die gleichzeitige Senkung der EEG-Umlage auf 2,5 Cent je kWh würde eine Familie mit Gasheizung im Jahr 2022 um rund 143 Euro entlasten“, sagt Steffen Suttner.3

Anbieterwettbewerb senkt Gaspreis – Gesamtersparnis von 170 Mio. Euro im Jahr

Die Tarife der alternativen Gasanbieter unterschreiten die allgemeine Preisentwicklung deutlich. Der intensive Wettbewerb unter den Anbietern führt zu sinkenden Gaspreisen. So sparten Verbraucher*innen innerhalb eines Jahres insgesamt 170 Mio. Euro. Das ergab eine repräsentative Studie der WIK-Consult, einer Tochter des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK).4

Bei allen Fragen rund um den Gastarif beraten die CHECK24-Energieexpert*innen an sieben Tagen die Woche persönlich per Telefon oder E-Mail. Über das Vergleichsportal abgeschlossene oder hochgeladene Energieverträge sehen und verwalten Kund*innen im Haushaltscenter.

1Gaspreisverlauf unter: https://www.check24.de/files/p/2021/6/3/c/16544-gaspreisverlauf-stand-2021_04_15.pdf
2Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/klimaschutz-co2-preis-von-45-euro-eroeffnet-spielraum-fuer-drastische-senkung-der-eeg-umlage/27163324.html?nlayer=Newsticker_1985586&ticket=ST-2017720-YcEDOzBnGm2CUtbVYCY0-ap6; abgerufen am 6.5.2021
3Musterhaushalt mit Jahresverbrauch von 5.000 kWh Strom und 20.000 kWh Gas
4vollständige Studie der WIK-Consult mit weiteren Ergebnissen: https://www.wik.org/fileadmin/Studien/2018/2017_CHECK24.pdf

Quelle: Check24.de

Günther Ehrich

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