Energiekosten erreichen im November 2021 neues Rekordhoch

Aktualisiert: 19. Dezember 2021 von Günther Ehrich

Check24  beobachtet monatlich in einem Energiekostenindex, wie viel ein Musterhaushalt im Jahr für Strom und jeweils gewichtet entsprechend der bundesweiten Verteilung für Heizen (Gas und Heizöl) sowie Mobilität (Benzin, Diesel, Strom) ausgeben muss. Die Daten werden rückblickend bis einschließlich Juni 2010 erhoben.

Energiekostenindex gesamt:

– Die Preise für Strom, Heizen und Mobilität erreichen ein neues Rekordhoch. Die jährlichen Energiekosten für einen Musterhaushalt lagen im November 2021 bei durchschnittlich 4.648 Euro. Das sind 30 Prozent bzw. 1.077 Euro mehr als im Vorjahresmonat. Im November 2020 betrugen die Kosten noch 3.571 Euro.

– Die Energiekosten steigen seit 2020 stetig und klettern von Rekord zu Rekord“, sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. „Verbraucher*innen müssen sich insbesondere beim Heizen und bei der Mobilität auf weitere Preissteigerungen gefasst machen.“

Heizen (Gas, Heizöl):

– Am stärksten sind die Kosten für das Heizen gestiegen – um 49 Prozent. Im November 2020 musste der Musterhaushalt im Schnitt für Gas und Heizöl noch 1.055 Euro aufwenden, aktuell sind es bereits 1.575 Euro.

– Gründe: Der Börsenpreis für Gas ist auf einem Allzeithoch. Im November 2021 wurden dort 94,05 Euro pro Megawattstunde fällig. Im Vorjahresmonat waren es noch 14,18 Euro – eine Steigerung von 563 Prozent.

Mobilität (Benzin, Diesel, Strom):

– Ebenfalls stark gestiegen sind mit rund 42 Prozent die Kosten für Mobilität. Lagen diese im November 2020 noch durchschnittlich bei 1.048 Euro, muss ein Musterhaushalt aktuell 1.485 Euro dafür aufwenden. Das liegt hauptsächlich am starken Preisanstieg für Benzin (+40 Prozent) und Diesel (+45 Prozent).

Strom:

– Die Kosten für Strom liegen mit im Schnitt 1.587 Euro aktuell acht Prozent über dem Vorjahresmonat (1.468 Euro). Denn auch der Börsenstrompreis bewegt sich auf einem Rekordniveau. Im November kostete eine Megawattstunde 177,41 Euro. Im Vorjahresmonat wurden nur 38,54 Euro fällig – ein Plus von 360 Prozent.

– Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: die steigenden Preise für ErdgasSteinkohle sowie CO2-Emissionszertifikate, die steigende Nachfrage nach Elektrizität, dazu kommen geringere Erzeugungskapazitäten aufgrund des Steinkohleausstieg.

Quelle: Check24.de