Heizöl und Gas günstig wie nie – Inflation stagniert

  • CO2-Mehrkosten ab Januar 2021: jährlich 158 Euro für Heizöl, 119 Euro für Gas
  • Anbieterwechsel senkt Gaspreis – Gesamtersparnis von 170 Mio. Euro im Jahr

Heizöl ist aktuell historisch günstig. Im August kosteten 2.000 Liter im Schnitt 814 Euro – so wenig, wie in den vergangenen zehn Jahren nicht. Allein 2020 sank der durchschnittliche Heizölpreis um 36 Prozent.

heizölpreisentwicklung

Auch der Gaspreis erreicht im August den niedrigsten Wert seit zehn Jahren: 20.000 kWh kosteten im Schnitt 1.154 Euro.

Das hatte einen starken Effekt auf die Inflation, die zuletzt stagnierte. Im August 2020 hat sich das Preisniveau in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat nicht verändert. Die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe gingen in diesem Zeitraum deutlich zurück – um 6,3 Prozent.*

„Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden schwachen Weltkonjunktur sind die Energiepreise 2020 deutlich gesunken, dazu kommt seit Juli der niedrigere Mehrwertsteuersatz“, sagt Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. „Deshalb sind Heizöl und Gas aktuell so günstig.“


Mehrbelastung durch CO2-Bepreisung ab Januar 2021: jährlich 158 Euro für Heizöl, 119 Euro für Gas

Ab Januar 2021 kommen wieder höhere Energiepreise auf Verbraucher zu. Dann werden für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO2) 25 Euro fällig. Ein Musterhaushalt mit 20.000 kWh Energieverbrauch wird dann um 158 Euro (Heizöl) bzw. 119 Euro (Gas) pro Jahr zusätzlich belastet.

„Weil für Heizöl höhere Emissionen veranschlagt werden als für Gas, kommen auf Verbraucher mit Ölheizung höhere zusätzliche Kosten zu“, sagt Lasse Schmid. „Bei 20.000 kWh Verbrauch müssen Haushalte mit Gasheizung 119 Euro Mehrkosten pro Jahr einplanen, Ölkunden werden mit 158 Euro zusätzlich belastet.“

Bis 2025 steigt der CO2-Preis schrittweise auf 55 Euro je Tonne. Die Mehrkosten liegen dann bei 347 Euro (Heizöl) bzw. 262 Euro (Gas) jährlich.

„Gegen eine zu hohe Energierechnung hilft nur ein Anbieterwechsel“, sagt Lasse Schmid. „Verbraucher sparen dabei leicht einige Hundert Euro.“

Quelle: Check24.de