Heizkosten: Heizen mit Öl deutlich günstiger, Gaskosten bleiben konstant

  • Heizbedarf von September 2019 bis März 2020 etwa auf Vorjahresniveau
  • Heizölpreis im Abwärtstrend: Heizen mit Öl 14 Prozent günstiger als im Vorjahr
  • Alternativtarife aktuell ein Drittel günstiger als Gasgrundversorgung

Kunden mit Ölheizung können sich in der aktuellen Heizperiode freuen: Zwischen September 2019 und März 2020 lagen ihre Heizkosten ganze 14 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum.*

Und das, obwohl der Heizbedarf sich kaum verändert hat (minus ein Prozent). Grund dafür ist der Heizölpreis, der zuletzt stark gesunken ist.

„Die Ölpreise sanken im ersten Quartal 2020 im Zuge der schwachen Weltkonjunktur“, sagt Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. „Die Corona-Krise hat diese Entwicklung nochmals verstärkt.“

heizosten

Kunden mit Gasheizung werden keine Veränderung auf der Rechnung festgestellt haben. Da der Gaspreis etwa auf Vorjahresniveau liegt, sind die Kosten in der aktuellen Heizperiode gleich geblieben.

„Auf die niedrigen Großhandelspreise haben bisher nur die alternativen Gasanbieter ernsthaft reagiert und ihre Preise gesenkt“, sagt Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. „Deshalb wird es für Gaskunden nur dann deutlich günstiger, wenn sie aus der Grundversorgung zu einem Alternativanbieter wechseln.“

Die alternativen Gastarife sind aktuell im Schnitt 33 Prozent günstiger als die örtliche Grundversorgung.

„Mit dem Wechsel ihres Gasversorgers senken Verbraucher ihre monatlichen Fixkosten, sagt Lasse Schmid. „Da kommen im Jahr schnell bis zu 950 Euro zusammen.“

Hier geht es zum aktuellen Gaspreisverlauf.

Heizkosten bei Öl- und Gasheizung liegen aktuell gleichauf

Eine Musterfamilie, die ihr Reihenhaus mit Öl heizte, zahlte dafür zwischen September 2019 und März 2020 insgesamt 977 Euro. Eine Familie mit Gasheizung zahlte in dieser Zeit 966 Euro.

In der aktuellen Heizperiode liegen die Heizkosten also ungefähr gleichauf. Im vergangenen Jahr haben Verbraucher mit Gas noch deutlich günstiger geheizt als mit Öl.

*Berechnung des Heizbedarfs auf Basis der Gradtage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und eines Musterhaushalts mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWk im Referenzjahr 2011.
**Die vollständige Studie der WIK-Consult mit weiteren Ergebnissen unter: https://www.wik.org/fileadmin/Studien/2018/2017_‌CHECK24.pdf

Quelle: Check24.de


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